Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre geht an Universität Magdeburg.

Hamburg. Ärzte müssen nicht nur die richtige Diagnose stellen: Den chirurgischen Alltag von der Vorbereitung eines Eingriffs bis zur Nachbehandlung erlernen Medizinstudenten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zukünftig in Operations-Praktika. Patientenbetreuung steht im Mittelpunkt, wenn sie einzelne Tumorpatienten begleiten. Für dieses innovative Projekt hat die Joachim Herz Stiftung aus Hamburg jetzt Dörthe Küster von der Medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg mit einem Fellowship „Innovationen in der Hochschullehre“ ausgezeichnet. Eine Arbeitsgruppe mit Küster und Christian Vorwerk will Studenten umfassende ärztliche Kompetenzen über das medizinische Wissen hinaus vermitteln.

Insgesamt werden 16 Fellowships im Rahmen des Projektes „Innovationen in der Hochschullehre“ verliehen, einer gemeinsamen Initiative der Baden-Württemberg Stiftung, der Joachim Herz Stiftung und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Lehrende aller Fächer – vom wissenschaftlichen Mitarbeiter bis zur Professorin – waren in der Ausschreibung aufgerufen, Ideen für die Stärkung der Lehre einzureichen. Die Fellowships laufen in der Regel über ein Jahr und sind mit 50.000 Euro dotiert. Sie sollen den nötigen Freiraum schaffen, um neue Lehr- und Prüfungsformate zu erarbeiten und Ideen zur Reform des Studienablaufes zu entwickeln.

Die Joachim Herz Stiftung fördert fünf Fellows aus Jena, Leipzig, Magdeburg und Potsdam und setzt einen bewussten Akzent, um die Lehre in den neuen Ländern zu stärken. Monika Harms, Mitglied des Vorstandes der Joachim Herz Stiftung, sagt: „Wir wollen den vorhandenen Reformwillen unterstützen und weiter befördern. Gute Lehre verstärkt die Attraktivität der Hochschulen und wirkt langfristig auch als positiver Standortfaktor.“

Anders als in Westdeutschland sinken die Zahlen der Studienanfänger an vielen Hochschulen in den neuen Ländern. Um niedrige Geburtenraten auszugleichen, werben Universitäten hier verstärkt um Abiturienten aus Hamburg, München oder Köln. Nach ersten Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist dies zum Wintersemester 2011 zumeist gelungen – die doppelten Abiturjahrgänge in Bayern und Niedersachsen sowie das Aussetzen des Wehrdienstes haben die Mobilität gen Osten erhöht.


Weitere Informationen zu ausgezeichneten Projekten der Joachim Herz Stiftung sowie Fotos der Fellows finden Sie unter
www.joachim-herz-stiftung.de/de/information/projects/empowerment_domain/innovationen-hochschullehre_project/fellows/index.html

Informationen zu allen 16 Fellowships finden Sie unter
http://www.stifterverband.de/lehrfellows2011

Für Fachinformationen:
Miriam Tidow
Projektleiterin Stipendien
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mtidow@joachim-herz-stiftung.de


Für Presseinformationen:
Dr. Andrea Hentz
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