Die Joachim Herz Stiftung verdankt ihre Existenz dem im Mai 2008 verstorbenen Hamburgischen Unternehmer Joachim Herz sowie seiner Ehefrau Petra Herz, die gemeinsam die Grundlagen für die ebenso großzügige wie bedeutende finanzielle Ausstattung der Stiftung gelegt haben. Die Anerkennung der Joachim Herz Stiftung, die ihren Sitz in der Freien und Hansestadt Hamburg hat, erfolgte am 24. Juli 2008. Das Vermögen der Stiftung ist überwiegend unternehmerisch investiert. Hierzu gehört u.a. eine mittelbar über die maxingvest ag gehaltene Beteiligung an der Beiersdorf AG.
Joachim Herz stand für eine liberale Grundordnung, auf deren Basis ein Mensch sich frei, individuell, engagiert und selbstbestimmt aber auch selbstverantwortlich entfalten kann. Er schätzte Menschen mit Interesse an neuen Erkenntnissen über die Grenzen von Ländern hinweg. Dabei waren dem Stifter neben den jeweils individuellen Potentialen die Leistungsbereitschaft eines Menschen zur Ausnutzung und Weiterentwicklung seiner Fähigkeiten besonders wichtig. Diesen Grundwerten fühlt sich die Joachim Herz Stiftung verpflichtet.
Der in der Satzung verankerte Stiftungszweck der Joachim Herz Stiftung umfasst die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung in den Bereichen der Volks- und Betriebswirtschaft, der Rechtswissenschaft, der Medizin, der Chemie, der Physik und der Biologie sowie Disziplinen, die bei objektiver Betrachtung den vorgenannten Bereichen als zugehörig angesehen werden können. Darüber hinaus gehört auch die Förderung von Lehreinrichtungen und Schülern im Rahmen der allgemeinen Schulbildung zum Stiftungszweck. Die Stiftung wird in jeder Hinsicht, sei es politisch oder konfessionell, unabhängig tätig sein und wird einen eigenständigen Beitrag zur Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung leisten.
Im Rahmen dieses Tätigkeitsbereichs strebt die Joachim Herz Stiftung die Entwicklung eigenständiger Programme und Projekte an und wird daher perspektivisch überwiegend operativ tätig werden. Dies schließt jedoch Kooperationen mit anderen gemeinnützigen Organisationen sowie mit Trägern von Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in Bezug auf konkrete Projekte nicht aus. Bei Kooperationen mit staatlichen Einrichtungen wird die Joachim Herz Stiftung Wert darauf legen, dass ihre Förderung nicht staatliche Förderungen ersetzt.
In thematischer Hinsicht wird die Joachim Herz Stiftung, den Interessen des Stifters folgend, bei dem Ausbau ihrer Stiftungsaktivitäten einen Schwerpunkt im Bereich der Volks- und Betriebswirtschaft setzen.
Ein weiterer kurzfristig zu realisierender Schwerpunkt wird in dem Aufbau eigenständiger Stipendienprogramme liegen. Es war immer ein besonderes Anliegen von Joachim Herz, Mittel der Stiftung direkt ausgewählten Personen zugänglich zu machen, um so deren individuelle Leistungsfähigkeit und –bereitschaft gezielt zu fördern. Den Aufbau eigenständiger Stipendienprogramme wird die Joachim Herz Stiftung mit Augenmaß sukzessiv vorantreiben. Es wäre daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl verfrüht, konkrete Angaben zum Start dieser Programme sowie zu den Auswahlkriterien zu erwarten.
Die Joachim Herz Stiftung nimmt Anfragen zur Förderung von individuellen Projekten Dritter entgegen. Dieser fördernde Bereich wird allerdings im Gegensatz zum operativen Ansatz keinen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit bilden. Die Qualität der Projekte sowie die Aktualität der Themen werden entscheiden, ob und in welchem Umfang eine Förderung von Drittvorhaben erfolgen wird. Ein Formular für die Stellung von Förderanträgen steht hier zum Download bereit. Aus organisatorischen Gründen werden nur Förderanfragen bearbeitet werden, die unter Verwendung des Formulars und unter Beachtung der darin gemachten Vorgaben eingereicht werden.
Hamburg, den 31. August 2009
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