Media Forward Fund

Der Media Forward Fund fördert die Entwicklung von neuen, unabhängigen Qualitätsmedien mit tragfähigen Geschäftsmodellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ab 2025 gibt es auch eine Förderlinie für innovative neue Formate im Wissenschafts- und Datenjournalismus. Insgesamt stehen 1,4 Millionen Euro für gemeinwohlorientierte Medienprojekte zur Verfügung.
Was bietet die Förderung?
Der Media Forward Fund unterstützt unabhängige Wissenschafts- und Datenjournalismus-Projekte mit dem Ziel, tragfähige, gemeinwohlorientierte Geschäftsmodelle zu stärken. Die Förderlinie richtet sich an Organisationen, die mit hochwertigen journalistischen Inhalten eine Lücke in der Berichterstattung schließen und ihre finanzielle Tragfähigkeit ausbauen wollen.
Fördermittel werden in zwei Formaten vergeben:
- 2025: "Launch Grants" in Höhe von 75.000 Euro für Medien, die eine innovative Produktidee auf den Markt bringen und ihren Product-/Market-Fit testen wollen.
- 2026: Wachstumsförderungen von bis zu 400.000 Euro für Projekte, die bereits erste Erfolge erzielt haben und ihre gemeinwohlorientierten Einnahmequellen ausbauen möchten.
Neben der finanziellen Unterstützung erhalten geförderte Organisationen Zugang zu ergänzenden Formen der Unterstützung wie z. B. „Capacity Building“, individuelles Coaching und Fachworkshops.
Warum fördern wir Wissenschafts- und Datenjournalismus?
Als wissenschaftsfördernde Stiftung ist es uns ein zentrales Anliegen, dass Forschungsergebnisse verständlich in die Öffentlichkeit getragen und kritisch diskutiert werden. Ein unabhängiger und fundierter Wissenschafts- und Datenjournalismus ist dafür – besonders in Zeiten von Desinformation – unverzichtbar.
Wissenschaftsjournalismus ist für die Demokratie unverzichtbar, weil er verständlich erklärt, wie Forschung Gesellschaft, Politik und Wirtschaft beeinflusst – und dabei sachlich, kritisch und unabhängig bleibt. Gleiches gilt für den Datenjournalismus, der durch das Sammeln, Prüfen und Einordnen von Daten sowie durch Visualisierungen komplexe Zusammenhänge verständlich macht und Transparenz schafft.
Wer kann sich bewerben?
Förderfähig sind Medienorganisationen mit Sitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die gemeinwohlorientiert sind. Das bedeutet, dass ihre journalistische Tätigkeit darauf abzielt, die gesellschaftliche Funktion des Journalismus für die Demokratie zu stärken.
Bewerbung
Die nächste Bewerbungsphase beginnt am 10. März und endet am 23. März 2025.
Schulterschluss mit weiteren Stiftungen
Der Media Forward Fund wurde auf Initiative der Schöpflin Stiftung, Stiftung Mercator Schweiz, Volkart Stiftung, ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, Rudolf Augstein Stiftung, MacArthur Foundation, ERSTE Stiftung, Allianz Foundation, Stiftung für Medienvielfalt, DATUM-STIFTUNG für Journalismus und Demokratie, sowie des Impact Investors Karma Capital Group und Publix – Haus für Journalismus & Öffentlichkeit als gemeinnütziger Fund gegründet. Die Konzeption des Funds wurde von der Beauftragten der deutschen Bundesregierung für Kultur und Medien mit einer Anschubfinanzierung unterstützt.
Seit 2025 unterstützen zusätzlich die Joachim Herz Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Madsack Stiftung, der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die VolkswagenStiftung sowie die Deutsche Postcode Lotterie den Fonds. Die deutsche Wissenschaftspressekonferenz (WPK) begleitet das Programm wissenschaftsjournalistisch und stellt die Qualitätssicherung sicher. Eine von den Geldgebern unabhängige Jury entscheidet über die Vergabe der Förderungen.
Durch diesen Zusammenschluss starker Partner wird eine nachhaltige Förderstruktur geschaffen, die unabhängigen, qualitätssicheren Wissenschafts- und Datenjournalismus langfristig unterstützt und somit zur Medienvielfalt und demokratischen Teilhabe beiträgt.
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