innovate! lab für nachhaltige Innovationen aus der Chemie startet

Die Berlin University Alliance und Joachim Herz Stiftung erproben ein neues Modell für wirkungsorientierten Forschungstransfer.

Mit der Gründung der innovate! lab gGmbH stärken die Berlin University Alliance (BUA) und die Joachim Herz Stiftung den Transfer von Spitzenforschung in die Praxis. Im Methoden-Lab wird ein vielversprechender Transferansatz mittels Forschungsergebnisse aus der Chemie erprobt. Ziel ist es, exzellente Forschung in nachhaltige Materialien und Technologien zu überführen und ein wegweisendes Projekt innerhalb des deutschen Innovationsökosystems zu schaffen.

Über Push & Pull: zwei Welten verbinden

Der Transferansatz im innovate! lab kombiniert zwei Innovationslogiken:

  • Science-Push – wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung werden in Marktanwendungen umgesetzt.
  • Industry-Pull: Gleichzeitig bringt die Industrie konkrete Bedarfe ein, die gezielt aufgegriffen werden.

So entsteht eine echte Wechselwirkung zwischen Forschung und Anwendung.

Die Wirksamkeit der Transfervorhaben wird laufend wissenschaftlich begleitet und evaluiert und das Projekt angepasst. So sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie komplexe Innovationsprozesse effektiv gefördert und deren Impact erhöht werden können.

Die vollständig private Finanzierung, die durch die Förderung der Joachim Herz Stiftung ermöglicht wird, und die Struktur der gGmbH bieten agilere Rahmenbedingungen mit Blick auf öffentlich-rechtliche Beschränkungen. Die Joachim Herz Stiftung fördert den Aufbau des innovate! lab über einen Zeitraum von maximal vier Jahren mit insgesamt bis zu 5 Millionen Euro.

„Unser Ziel ist es einerseits, systemische Hürden im Transfer zu überwinden, damit die so dringend benötigten Lösungen für gegenwärtige technologische Herausforderungen in die Praxis gelangen“, so Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Vorstandsvorsitzende der Joachim Herz Stiftung. „Andererseits möchten wir verstehen, wie komplexe Innovationsprozesse effektiv gefördert werden können. Aus diesen Erfahrungen sollen tragfähige institutionelle Rollenmodelle entstehen, die bundesweit als Vorbild dienen können.“

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